Ein Rohrboden besteht üblicherweise aus einem runden, flachen Blech mit Bohrungen zur präzisen Positionierung der Rohre. Rohrböden dienen der Aufnahme und Isolierung von Rohren in Wärmetauschern und Kesseln oder zur Befestigung von Filterelementen. Die Rohre werden mittels hydraulischem Druck oder Walzenaufweitung am Rohrboden befestigt. Ein Rohrboden kann mit einem Plattierungsmaterial beschichtet sein, das als Korrosionsschutz und Isolierung dient. Rohrböden aus kohlenstoffarmem Stahl können eine Schicht aus höher legiertem Metall aufweisen, die auf die Oberfläche aufgebracht wird. Dies bietet einen besseren Korrosionsschutz ohne die Kosten für die massive Legierung und spart somit erhebliche Kosten.
Die wohl bekannteste Anwendung von Rohrböden ist ihre Verwendung als Stützelemente in Wärmetauschern und Kesseln. Diese Bauteile bestehen aus einer dichten Anordnung dünnwandiger Rohre innerhalb eines geschlossenen, rohrförmigen Gehäuses. Die Rohre werden an beiden Enden von Rohrböden gehalten, die in einem vorgegebenen Muster gebohrt sind, sodass die Rohrenden durch die Rohrböden geführt werden können. Die Enden der Rohre, die den Rohrboden durchdringen, werden aufgeweitet, um sie zu fixieren und eine Abdichtung zu gewährleisten. Das Lochmuster, auch „Rohrteilung“ genannt, variiert den Abstand zwischen den Rohren sowie deren Winkel zueinander und zur Strömungsrichtung. Dadurch lassen sich Strömungsgeschwindigkeit und Druckverlust gezielt steuern und maximale Turbulenzen sowie ein optimaler Rohroberflächenkontakt für eine effektive Wärmeübertragung erzielen.
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Veröffentlichungsdatum: 03.06.2021



